Bewässerungsleitfaden (schnelle Schätzung nach Kultur, Boden und Hitze)

Wählen Sie Kulturkategorie, Bodentyp, Hitzestufe, Mulchoption und Bewässerungsmethode, um einen praxisnahen Wasserbereich für einen Bewässerungsgang zu sehen.

Der Wasserbedarf ändert sich stark mit Region, Wind, Sonneneinstrahlung und Wachstumsstadium. Behandeln Sie das Ergebnis daher als Orientierung und passen Sie es nach Kontrolle der Bodenfeuchte an.

Minimale Eingabe Bereichsausgabe L je Pflanze, L je m² und mm Freigabe-URL und Wiederherstellung des letzten Zustands
Wichtig

Dieses Tool ist nur eine Orientierung. Selbst bei derselben Kultur kann der Wasserbedarf je nach Region, Wind, Sonneneinstrahlung, Wachstumsstadium, Beetform und Drainage stark schwanken. Prüfen Sie die Bodenfeuchte in 5 cm bis 10 cm Tiefe und passen Sie darauf aufbauend an.

So wird es verwendet

  1. Wählen Sie Kulturkategorie, Boden, Hitzestufe, Mulchzustand und Bewässerungsmethode.
  2. Prüfen Sie den Bereich und wechseln Sie bei Bedarf zwischen L je Pflanze, L je m² und mm.
  3. Passen Sie Menge oder Häufigkeit an, nachdem Sie Bodenfeuchte und Pflanzenzustand überprüft haben.

Beispiele

Fruchtgemüse mit Tropfbewässerung an einem heißen Tag

Eingabe: Fruchtgemüse, Lehm, hohe Hitze, Mulch an, Tropf, L je Pflanze
Ausgabe: Geschätztes Wasser je Bewässerung: 1,0 - 2,4 L/Pflanze, mit Zustands-Tags und Hinweisen zur Anpassung.

Blattgemüse für 10 m² und 20 Pflanzen umrechnen

Eingabe: Blattgemüse, Sand, hohe Hitze, kein Mulch, Sprinkler, mm, Fläche 10 m², Pflanzenzahl 20
Ausgabe: 0,8 - 2,2 mm, mit Gesamtwasser 8,5 - 22,0 L je Bewässerung und einer Trockenheitswarnung.

Glossar

Sand

Boden, der schnell austrocknet und Wasser sowie Nährstoffe leicht verliert.

Lehm

Ein ausgewogener Referenzboden, der in diesem Tool als Grundbedingung dient.

Ton

Boden, der Wasser gut hält, aber zu lange nass bleiben kann.

Tropfbewässerung

Bewässerung nahe der Wurzelzone mit relativ geringen Verlusten.

mm

Eine flächenbezogene Wasserhöhe, bei der 1 mm = 1 L je m² entspricht.

Berechnungsformeln

  • Unterer Bereich = Basiswert niedrig × Bodenfaktor × Hitzefaktor × Mulchfaktor × Faktor der Bewässerungsmethode
  • Oberer Bereich = Basiswert hoch × Bodenfaktor × Hitzefaktor × Mulchfaktor × Faktor der Bewässerungsmethode
  • Gesamtwasser (L) = L je Pflanze oder Baum × Pflanzenzahl
  • L je m² = Gesamtwasser (L) ÷ Fläche (m²)
  • mm = L je m²
Schnelle Logik hinter der Schätzung

Diese Seite versucht nicht, ein vollständiges ET-Modell zu sein. Sie nutzt einen Basisbereich und eine kleine Zahl an Anpassungsfaktoren, damit das Ergebnis in der Praxis nutzbar bleibt.

Basisbereiche

Kulturkategorie Niedrig Hoch Einheit
Blattgemüse0.30.8L/Pflanze
Fruchtgemüse1.02.5L/Pflanze
Wurzelgemüse0.61.8L/Pflanze
Leguminosen0.61.6L/Pflanze
Obstbäume (jung)1025L/Baum
Obstbäume (ausgewachsen)3080L/Baum

Faktoren

Gruppe Bedingung Faktor
BodenSand1.10
BodenLehm1.00
BodenTon0.90
HitzeNiedrig0.80
HitzeMittel1.00
HitzeHoch1.25
MulchAn0.85
MulchAus1.00
MethodeTropf0.90
MethodeSprinkler1.00

Das Tool belässt das Ergebnis als Bereich und rundet dann in praxisnahen Stufen: 0,1 L unter 5 L, 0,5 L bis 30 L und 1 L darüber.

Wie der Bodentyp das Bewässerungsvolumen verändert

  • Sandiger Boden trocknet schnell aus, daher bleiben kleinere Mengen mit häufigerer Bewässerung oft stabiler als ein einzelner großer Guss.
  • Lehm liegt am nächsten am Basisbereich und macht die Wirkung der anderen Bedingungen leichter lesbar.
  • Ton kann an der Oberfläche trocken wirken, während die Wurzelzone noch nass ist. Deshalb ist Kontrollgraben wichtig.

Hinweise zur Bewässerung bei heißem Wetter

  • Hohe Temperatur, starke Sonne und trockener Wind können den Wasserbedarf erhöhen, auch wenn die Lufttemperatur ähnlich aussieht.
  • Wenn Pflanzen nur mittags welken und sich bis zum Abend erholen, reagieren Sie nicht überstürzt mit einer starken Erhöhung.
  • Sprinklerbewässerung verändert sich stärker mit dem Wind, daher sollte die Menge an instabilen Tagen öfter überprüft werden.

FAQ (ET, Einheiten und schnell austrocknende Flächen)

Kann dieses Tool eine präzise ET-basierte Bewässerung berechnen?

Nein. Dies ist eine schnelle Schätzung. Ein genauerer Ansatz beginnt normalerweise mit ET aus Temperatur, Solarstrahlung, Wind und Luftfeuchte und wendet dann Kulturkoeffizienten an.

Welche Einheiten werden unterstützt?

Die Basis-Ausgabe ist L je Pflanze. Wenn Sie zusätzlich Fläche und Pflanzenzahl eingeben, können Sie auf L je m² oder mm umschalten. Ein Millimeter entspricht einem Liter pro Quadratmeter.

Mein Feld trocknet schnell aus.

Das Tool passt nach Bodentyp an, aber wenn das Feld trotzdem schnell austrocknet, kann eine höhere Bewässerungshäufigkeit statt eines großen Sprungs stabiler sein. Das ist besonders häufig bei sandigem Boden.

Zeigen Obstbäume weiterhin L je Pflanze?

Für Obstbaum-Kategorien wird das Ergebnis als L/Baum angezeigt, weil das in der Praxis leichter zu lesen ist.

Hinweis

  • Haftungsausschluss. Dieses Ergebnis ist nur eine Orientierung. Der Wasserbedarf kann sich stark mit Region, Wetter, Wind, Sonneneinstrahlung, Wachstumsstadium, Drainage, Mulchmaterial, Beetform und Düngung verändern.
  • Prüfen Sie die Bodenfeuchte in 5 cm bis 10 cm Tiefe und passen Sie Menge oder Häufigkeit an, wenn Sie Zeichen von Überbewässerung oder Trockenstress sehen.
  • Wenn Krankheiten, Wurzelschäden, schlammiger Boden oder starkes Welken auftreten, prüfen Sie auch Drainage und Bedingungen in der Wurzelzone, nicht nur das Bewässerungsvolumen.
Geschätztes Wasser je Bewässerung
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