Sicherheitsbestand- & Meldebestand-Rechner (Nachfrage und Lieferzeit)
Schätzen Sie Sicherheitsbestand und Meldebestand auf Basis von Nachfrage- und Lieferzeitschwankungen.
Unterstützt Min/Max-Schätzungen, niedrige/mittlere/hohe Service-Levels sowie zeitraumbezogene Berechnungen bei saisonaler Nachfrage.
Bedienungsanleitung
- Wählen Sie den Nachfragedurchschnitt und wie Sie die Variabilität eingeben möchten.
- Geben Sie die durchschnittliche Lieferzeit sowie deren Schwankungen ein und wählen Sie ein Service-Level.
- Aktivieren Sie bei Bedarf die Saisonalität und tragen Sie mehrere Zeiträume mit unterschiedlichen Nachfragewerten ein.
- Kopieren Sie das Ergebnis oder speichern Sie es als teilbare URL für die nächste Dispositionsprüfung.
Beispiel
Standardfall
Durchschnittliche Nachfrage 120/Tag, Nachfragespanne 80 bis 160, durchschnittliche Lieferzeit 7 Tage, Lieferzeitspanne 5 bis 10 Tage, Service-Level 95%
Meldebestand 1.103, Sicherheitsbestand 263, durchschnittlicher Bedarf während Lieferzeit 840
Mit Saisonalität
Hauptsaison 180 (140 bis 240), normale Saison 120 (80 bis 160), Nebensaison 70 (50 bis 95), durchschnittliche Lieferzeit 7 Tage, Lieferzeitspanne 5 bis 10 Tage
Die Hauptsaison wird als Zeitraum mit dem höchsten Meldebestand markiert. Jeder Zeitraum zeigt den jeweiligen Sicherheits- und Meldebestand.
Schnelle Berechnung von Sicherheitsbestand und Meldebestand unter Berücksichtigung von Lieferzeitschwankungen
Prüfen Sie Sicherheitsbestand und Meldebestand auf demselben Bildschirm.
Das Tool geht davon aus, dass Nachfrageschwankungen und Lieferzeitschwankungen unabhängig voneinander sind, und verwendet eine Normalverteilungsnäherung.
Höhere Service-Levels erhöhen sowohl den Sicherheitsbestand als auch den Meldebestand.
Je mehr die Lieferzeit variiert, desto wichtiger wird in der Regel der Sicherheitsbestand.
Was tun, wenn die Schwankungsbreite unbekannt ist?
Für den Anfang ist eine Min/Max-Schätzung meist völlig ausreichend.
Wenn Ihnen historische Daten vorliegen, geben Sie Mittelwert und Standardabweichung direkt ein.
Wenn Sie unsicher sind, wählen Sie das mittlere Service-Level (95 %).
Die vereinfachte Auswahl (niedrig / mittel / hoch) eignet sich gut für einen ersten Vergleich.
Glossar
Sicherheitsbestand
Zusätzlicher Lagerbestand zur Absicherung gegen Schwankungen bei Nachfrage oder Lieferzeit.
Meldebestand
Der Lagerbestand, bei dem die nächste Bestellung ausgelöst werden sollte.
Service-Level
Bezeichnet hier die ungefähre Wahrscheinlichkeit, dass während der Lieferzeit kein Fehlbestand auftritt, wenn Sie beim Erreichen des Meldebestands bestellen.
Lieferzeitschwankung
Gibt an, wie stark die Zeit zwischen Bestellung und Wareneingang (in Tagen oder Wochen) variiert.
Wie die Berechnung funktioniert
- σDL = sqrt((μL × σD²) + (μD² × σL²))
- Safety stock SS = z × σDL
- Reorder point ROP = (μD × μL) + SS
- Min/max estimate: σ ≈ (max - min) ÷ 4 (assuming about 95% coverage)
FAQ
Ich kenne die Standardabweichung nicht.
Sie können ihn aus Mindest- und Höchstwerten schätzen. Das Tool behandelt diesen Bereich als ungefähr 95 % der üblichen Spanne und schätzt die Standardabweichung automatisch. Das ist oft praktisch genug für den Anfang.
Was bedeutet Service-Level hier?
Dies ist die ungefähre Wahrscheinlichkeit, dass während der Lieferzeit kein Fehlbestand auftritt, wenn Sie beim Erreichen des Meldebestands nachbestellen. Höhere Zielwerte erhöhen in der Regel den Sicherheitsbestand.
Mein Artikel unterliegt saisonalen Nachfrageschwankungen.
Sie können mehrere Zeiträume separat berechnen. Geben Sie die durchschnittliche Nachfrage und deren Schwankung für verkaufsstarke, normale und verkaufsschwache Zeiten ein, um Sicherheitsbestand und Meldebestand für jeden Zeitraum zu vergleichen.
Ich habe den Meldebestand ermittelt. Zeigt mir dieses Tool auch die optimale Bestellmenge?
Nein. Dieses Tool ermittelt, wann nachbestellt werden muss. Die Bestellmenge selbst hängt von Mindestbestellmengen (MOQ), Losgrößen, Lagerkapazitäten, Kosten und Bestellrichtlinien ab.
Ist das dasselbe wie die Lieferquote?
Nein. Das Service-Level in diesem Tool nähert sich dem Zyklus-Service-Level (Alpha-Servicegrad) an. Die Lieferquote (Beta-Servicegrad) wird nicht direkt berechnet.
Wichtige Hinweise
- Die Ergebnisse dienen als Planungshilfe. Berücksichtigen Sie stets auch Mindestbestellmengen (MOQ), Verpackungseinheiten, Lagerplatz, Budget und das Risiko von Ladenhütern.
- Das Tool setzt voraus, dass Nachfrage- und Lieferzeitschwankungen unabhängig voneinander sind, und nutzt eine Normalverteilungsnäherung.
- Für sporadischen Bedarf oder häufige Lieferunterbrechungen eignen sich andere Dispositionsmodelle meist besser.